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Weihnachtliche Gewürze

Gesunde Gewürze in der Adventzeit

Zimt, Anis, Kardamon, Vanille und Nelken verströmen in der Adventzeit nicht nur einen herrlichen Duft, der Vorfreude auf Weihnachten aufkommen lässt, es sind auch besonders wertvolle Gewürze, deren Inhaltsstoffe die Verdauung anregen und zudem gegen zahlreiche kleinere und größere Beschwerden helfen können.

Vielen Menschen ist dabei gar nicht bewusst, dass jedes einzelne dieser Gewürze ein wahrer Magenfreund ist. Egal ob Vanille, Anis, Zimt, Kardamon, Gewürznelken oder auch Ingwer – vielen Gewürzen gemeinsam ist das Vorkommen von ätherischen Ölen, die auch für den charakteristischen Geruch verantwortlich sind. Insbesondere die Gewürznelken besitzen einen sehr hohen Anteil an ätherischen Ölen, aber auch in Anis, Zimt, Kardamon und Ingwer sind ätherische Öle für die Wirksamkeit (mit)verantwortlich.

Gemeinsam ist allen – neben spezifischen Wirkungen einzelner Öle – die positive Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt. Die Öle haben – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß – eine leicht krampflösende Wirkung auf die Darmmuskulatur und wirken damit Blähungen entgegen; sie stimulieren zudem Speichel-, Magensaft- und Gallesekretion und haben eine antimikrobielle Wirkung.

So wirkt der süßlich-würzige Anis krampf- und schleimlösend und lindert zusätzlich auch Blähungen. Die verdauungsfördernde Wirkung des Anis war bereits den Römern bekannt. Seine ätherischen Öle wirken außerdem bei Atemwegserkrankungen schleimlösend.

Kardamom zählt zu den klassischen Weihnachtsgewürzen. Die Samen des Kardamomstrauchs werden in ihren grünen Kapseln geerntet, wenn sie noch nicht ganz reif sind. Damit das Aroma nicht verfliegt, bleiben die Samen, also das eigentliche Gewürz, zunächst in der Kapsel. Derart sind sie in Asia-Shops und indischen Supermärkten auch gut erhältlich, bei uns häufiger zu finden ist allerdings die gemahlene Version als rötlich-braunes Pulver. Mit seinem süßlich-scharfen Aroma verfeinert Kardamom in der Weihnachtszeit vor allem Glühwein, Christstollen und Spekulatius, außerdem harmoniert er geschmacklich besonders gut mit Kaffee und Schokolade. Kardamom wirkt verdauungsfördernd und hilft bei Blähungen und Magenschmerzen, zudem lindert er Krämpfe. Ihm wird – besonders in den arabischen Ländern – eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.

Koriandersamen sind Bestandteil von Gewürzmischungen wie Currypulver, Currypaste. Vielen Menschen ist dabei gar nicht bewusst, dass jedes einzelne dieser Gewürze ein wahrer Magenfreund ist. Egal ob Vanille, Anis, Zimt, Kardamon, Gewürznelken oder auch Ingwer – vielen Gewürzen gemeinsam ist das Vorkommen von ätherischen Ölen, die auch für den charakteristischen Geruch verantwortlich sind. Insbesondere die Gewürznelken besitzen einen sehr hohen Anteil an ätherischen Ölen, aber auch in Anis, Zimt, Kardamon und Ingwer sind ätherische Öle für die Wirksamkeit (mit)verantwortlich.

Gewürznelken

Merkmale: Die Gewürznelke zählt zur Familie der Myrtengewächse und stammt ursprünglich von den indonesischen Molukken, den sogenannten Gewürzinseln. Heute wird der Baum aber auch in Madagaskar, Tansania, Sri Lanka und Malaysien kultiviert und erreicht eine Höhe von bis zu fünfzehn Meter. Verwendet werden die Knospen, welche noch geschlossen geerntet und in der Sonne getrocknet werden.

Verwendung: Bestimmend für den intensiven Geruch, den Geschmack und die Wirkung von Gewürznelken sind die in ihnen enthaltenen ätherischen Öle, deren Anteil bis zu 15 % ausmacht. Gewürznelken schmecken feurig-scharf und leicht süß. In unseren Breitengraden verfeinern sie hauptsächlich Süßspeisen, Gebäck, Lebkuchen, Punsch und Glühwein. Feine Schokoladen erhalten durch die Nelke zusammen mit Karamom und Zimt ihren einzigartigen Geschmack.

Zugeschriebene Heilkräfte: verdauungsfördernd, magenschonend, appetitanregend, schmerzstillend und desinfizierend. Nelken sind ein geschätztes Hausmittel gegen Zahnschmerzen (der Wirkstoff Eugenol besitzt eine betäubende Wirkung) und Entzündungen im Mund und wirken auch gegen Mundgeruch. Bei Durchfall (Diarrhöe) und Blähungen kann Gewürznelkenöl verabreicht werden.

Ingwer

Merkmale: Ingwer, oder Ingwerwurzel ist ein Ingwergewächs (Zingiberaceae), welches ursprünglich vermutlich aus Asien stammt, heute aber auch in Indien, Japan Australien und Südamerika angebaut wird. Das schilfartige Rhizom-Gewächs (die Pflanze hat keine Hauptwurzel) hat lange schmale Blätter und eine Knospe, aus der gelb-rote Blüten wachsen. Der Wurzelstock ist das Gewürz, welches zum Kochen verwendet wird.

Verwendung: Der Geruch des Ingwers ist angenehm aromatisch und leicht süßlich, der Geschmack brennend scharf und würzig. Manche erinnert der Geschmack auch etwas an Seife. Wesentliche Bestandteile sind dabei ein ätherisches Öl, Harzsäuren und neutrales Harz sowie Gingerol, eine scharf aromatische Substanz. Verwendet werden auschliesslich die Wurzeln (Rhizome): frisch, getrocknet als Pulver, gekocht eingelegt in Essig oder Zuckersirup; kandiert oder frisch eingelegt in Alkohol.

Schärfe zugunsten eines feinen und milden, subtilen Aromas. Frischer Ingwer lässt sich gut verschlossen bis zu zwei Wochen im Kühlschrank aufbewahren.

Zugeschriebene Heilkräfte: Ingwer ist verdauungsfördernd, appetitanregend und löst Magenrämpfe. Ingwer wird daher zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden, Blähungen und zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen vor allem bei der Reise- oder Seekrankheit, verwendet. Ingwertee und Ingwerbäder werden in der asiatischen Alternativmedizin bei Rheuma, Muskelschmerzen, oder Erkältungen verordnet.

Fenchel

Merkmale: Der Gewürzfenchel zählt zu den Doldenblütengewächsen und stammt aus der Mittelmeerregion. Die Fenchelpflanze wird bis 1,5 m hoch und hat schmale, blaugrüne Blätter, die an Dille erinnern. Aus der Blüte (Juli bis September) entwickeln sich die Spaltfrüchte (ungenau: „Samen“). Diese Fenchelsamen werden gedroschen und getrocknet und behalten – im Unterschied zu den meisten anderen Gewürzen – ihre Farbe. Je intensiver das Grün, desto besser ist übrigens die Qualität und das Aroma. Fenchel schmeckt süßlich und erinnert im Geschmack ein wenig an Lakritz.

Zugeschriebene Heilkräfte: blähtreibend, krampflösend, entzündungshemmend, den Magen beruhigend und appetitanregend. Zudem soll Fenchelsamen die Darmaktivität anregen und schleimlösend wirken. Anwendungsgebiete: krampfartige Magen-Darm- Beschwerden, Völlegefühl, Blähungen, Katarrhe der oberen Luftwege (z.B. mit Fenchelhonig)

 
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