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Zimt

Jetzt kommt wieder die Zeit der Weihnachtskekse

Weihnachten ist in unseren Breiten undenkbar ohne Zimt. Der typische Geruch dringt von jedem Weihnachtsmarkt. Zimt ist in vielerlei Gebäck und Getränken enthalten und verleiht diesem die typisch würzige Note. Im asiatischen und arabischen Raum spielt Zimt allerdings auch bei der Zubereitung vieler Speisen eine große Rolle. Nicht zuletzt ist er auch ein wichtiger Bestandteil klassischer Gewürzmischungen.

Doch Zimt ist nicht nur als Gewürz geschätzt, auch in der Naturheilkunde sind seine beachtlichen Wirkungen durchaus anerkannt. So senkt Zimt nachweislich den Blutzuckerspiegel, fördert den Fettabbau und allein der Duft soll sich positiv auf die Leistung des menschlichen Gehirns auswirken.

Die ockerbraunen Zimtstangen mit ihrem charakteristischen Duft stammen ursprünglich aus Asien. Sri Lanka (früher: Ceylon) und China sind die Heimatländer der zwei wichtigsten Zimtsorten: dem Ceylon-Zimt und dem Cassia-Zimt. Gewonnen wird Zimt einheitlich aus Bäumen, die zu den Lorbeergewächsen zählen. Deren Sprösslinge werden nach der Regenzeit in den Plantagen abgeschlagen und von grober Rinde befreit. Der darunter liegende Bast wird geschält und in der Sonne getrocknet. Dadurch rollt sich das Geschälte zusammen und erhält die typische Form der Zimtstangen. Gleichzeitig entsteht durch den Sonneneinfluss die typische Färbung. Aus Gründen der Haltbarkeit werden die Stangen geschwefelt. Allerdings wird im biologischen Anbau darauf gänzlich verzichtet.

Die Zimtsorten unterscheiden sich vor allem in Geschmack und Struktur. Während der Ceylon-Zimt wegen seines warmen und leicht süßlichen Geschmacks als die edelste Zimtsorte der Welt gilt, schmeckt der Cassia-Zimt aus dem Süden Chinas, aus Vietnam, Sumatra und Japan deutlich herber, schärfer und etwas bitter.

Leider ist auf den Packungen, die oft Zimt in gemahlener Form enthalten, das Ursprungsland nicht verzeichnet. Wer Zimtstangen kauft, kann die Unterscheidung sehr klar treffen: Ceylon-Zimt-Stangen sehen im Querschnitt einer Zigarre ähnlich, da sie immer aus mehreren Lagen bestehen, die vor der Trocknung ineinander geschoben werden. Cassia-Zimt dagegen besteht immer nur aus einer Lage. Aus qualitativen Gründen wird der Ceylon-Zimt oft nur in Stangenform angeboten.

Zimt enthält Cumarin, der in stärkeren Konzentrationen gesundheitlich nicht unbedenklich ist. Größere Mengen verursachen Erbrechen, Kopfschmerzen und Schwindel. Auch werden krebserregende Eigenschaften vermutet. Aber auch hier gibt es deutliche Unterschiede. Während nun der billigere Cassia-Zimt aus China Cumarin in höherer Konzentration beinhaltet, weist der Ceylon-Zimt nur geringe und unbedenkliche Mengen auf.

Medizinische Wirkung:

Eine mögliche blutzuckersenkende Wirkung von Zimt in frühen Stadien des Diabetes mellitus wird in der modernen Medizin kontrovers diskutiert. In einer ersten Pilotstudie wurde die Wirksamkeit größerer Dosen Zimt (1–6 Gramm) auf Blutzucker- und Blutfettwerte untersucht. Hier konnte eine mögliche Senkung des Nüchternblutzuckers, der Triglyceride, des Gesamt- und des LDL-Cholesterins beobachtet werden. In einer weiteren Studie an 79 Patienten konnte eine Senkung des Blutzuckerspiegels, aber nicht des als „Langzeitblutzuckerspiegel“ geltenden HbA1c-Werts und der Blutfettwerte beobachtet werden. Zimtextrakt erfüllt nach bisherigen Wissensstand die Kriterien eines pflanzlichen Diätetikums zur adjuvanten Therapie bei Diabetes Typ 2, ein Wirksamkeitsnachweis der Anwendung von Zimt bei Diabetes mellitus nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin steht aber noch aus. Zimtöl und Zimtrinde weisen eine gute antimikrobielle Aktivität aus. Dies geht vor allem auf die Wirkung des Zimtaldehyds zurück, die Hauptkomponente des im Zimt enthaltenen ätherischen Öls; besonders aktive Komponenten sind aber auch p-Cymol, Linalool und o-Methoxizimtaldehyd.

 

 
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