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Homöopathie gegen Müdigkeit

Ambra

Dieses Mittel, das aus den Eingeweiden des Pottwals gewonnen wird – aufgrund der äußerst geringen Mengen bestehen keine Bedenken in Bezug auf Artenschutz –, ist besonders für ausgesprochen sensible Menschen geeignet. Sie sind zartbesaitet und reagieren auf alle Eindrücke empfindlich. Kleine Sorgen, kleine Aufregungen üben eine starke Wirkung auf Sie aus: Sie fühlen sich trostlos und niedergeschlagen, erschöpft und müde, deprimiert und reizbar. Jede Erregung verschlimmert Ihre Sorgen. Abends können Sie nur schlecht einschlafen. Doch auch morgens, nach dem Erwachen, sieht die Welt nicht rosiger aus, im Gegenteil!

Argentum nitricum

Argentum nitricum D12, der Höllenstein: Ihr Allgemeinzustand ist reduziert, zudem verursacht die Aufregung Störungen des Verdauungstraktes wie starkes Aufstoßen oder starke Blähungen, Übelkeit und Durchfall. Sie können diese Beschwerden besonders vor Ereignissen beobachten, die Ihnen »die Nerven rauben«, Ihnen auf Magen und Darm schlagen und auch Ihr Herz lauter und heftiger pochen lassen. Unter Umständen bemerken Sie ein starkes Verlangen nach Zucker und Süßigkeiten. In der frischen kühlen Luft geht es Ihnen deutlich besser, in warmen und engen Räumen dagegen fühlen Sie sich ausgesprochen unwohl. Durch die allgemeine Unruhe sind Sie zittrig, zappelig, hastig und fahrig, leiden unter Kopfschmerzen und Schwindel.

Nux vomica

Nux vomica D12, ist ein großes Konstitutionsmittel der Homöopathie. Es passt für den ungeduldigen, gereizten, angespannten, nervösen Menschen, der unruhig schläft und morgens schlecht gelaunt ist, dessen Nervensystem überreizt ist. Diese Übererregtheit des Nervensystems zeigt sich in einer Vielzahl von Beschwerden, vor allem in schmerzhaften Krämpfen, z.B. an Magen, Darm oder Muskeln (»Hexenschuss«). Immer, wenn Beschwerden in einem deutlichen Zusammenhang zu einer nervlichen Überreiztheit auftreten, wenn ein gehetzter Lebensstil, ein überspanntes Temperament als Ursache in Frage kommen, ist Nux vomica zu berücksichtigen.

Avena sativa

Avena, der Hafer, darf – wenn es auch nicht, wie die anderen homöopathischen Mittel, einer klaren Ursache zuzuordnen ist – unter der Rubrik »allgemeine Erschöpfung« nicht fehlen. Das Mittel wird in einer niedrigen Potenzierung, der D2, verordnet, sodass sich hier die homöopathischen wie die volksmedizinischen Aspekte des Hafers überschneiden. Seit jeher war der Hafer ein stärkendes Nahrungsmittel, das zur täglichen Ernährung gehörte, aber auch in der Aufbauphase nach einer Erkältung oder einer Magen-Darm-Verstimmung gerne verordnet wurde. Darüber hinaus kannte die Volksmedizin einen nerverstärkenden Hafertrank. Und so wirkt auch homöopathisch aufbereiteter Hafer vor allem nervenstärkend und beruhigend bei nervöser Erschöpfung, Konzentrationsschwäche, Herzklopfen und Schlaflosigkeit. Diese Anwendung ist natürlich nicht auf das homöopathische Mittel beschränkt. Und so verbindet sich mit dieser Mittelbeschreibung die Empfehlung, in Zeiten der Erschöpfung und Nervosität, den Hafer auch in der Ernährung wieder etwas mehr zur Geltung kommen zu lassen. Daneben übrigens berichtet sowohl die pflanzenheilkundliche wie auch die homöopathische Literatur von Hafer als Urtinktur oder in homöopathischer Aufbereitung zur unterstützenden Behandlung bei Raucherentwöhnung und Alkoholvergiftung.

Acidum phosphoricum

Für Kinder gut geeignet!
Acidum phosphoricum D6, die Phosphorsäure, eignet sich insbesondere für leicht erschöpfte Kinder in der Zeit des Wachsens und Lernens. Das Mittel ist für Schulkinder geeignet, die nicht nur in der Schule unter Kopfschmerzen leiden, sondern auch unter Wachstumsschmerzen, also unter schmerzenden Knochen.
Im Hinblick auf Erwachsene eignet sich das Mittel bei Schwäche und Erschöpfung, Gleichgültigkeit und Müdigkeit, wenn Überarbeitung, Überanstrengung oder auch Erkrankungen vorausgingen. Einen Hinweis auf das Mittel stellt – bei Kindern ebenso wie bei Erwachsenen – das Bedürfnis dar, tagsüber einige kurze Nickerchen zu halten, wohingegen es nachts zu Schlaflosigkeit kommen kann.

Ignatia

Ignatia (Strychnos igantii), die Ignazbohne, steht in engem Zusammenhang mit Kummer als Ursache der verschiedensten Beschwerden. Es ist ein Mittel für Menschen, insbesondere für sensible Frauen, die sich in seelischen Nöten befinden. Verursacht wurden diese seelischen Belastungen durch einen seelischen Schock, Enttäuschung, Kummer oder einen schmerzlichen Verlust. Der Kummer führt zu Stimmungsschwankungen, Unentschlossenheit, Wechselhaftigkeit und scheinbar paradoxen Symptomen, wie z.B. dass Halsschmerzen sich durch Schlucken verbessern, ein Leeregefühl im Magen trotz Essen anhält usw. Treten körperliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Atembeschwerden, Magenkrämpfe, Durchfall u.a. infolge einer seelischen Erschütterung auf, so ist an Ignatia zu denken.

Cocculus

Ausschlaggebend für Cocculus, die Kockelskörner, ist eine Schwäche des Nervensystems, welche durch Stress und Überarbeitung verursacht wird, so zum Beispiel durch lang anhaltenden Schlafmangel. Sollten Sie sich erschöpft, müde und ausgelaugt fühlen, folgen andere körperliche Beschwerden, die ursächlich mit einem Schlafmangel oder nächtlichem Wachen in Zusammenhang stehen, so denken Sie an dieses Mittel. Unter dem Aspekt des Schlafmangels, des verschobenen Biorhythmus kommt Cocculus beispielsweise in Frage, wenn nachts kleine Kinder zu versorgen oder Kranke zu pflegen sind. Aber auch bei Beschwerden aufgrund von Zeitverschiebung oder Schichtarbeit hat dieses Mittel gute Dienste geleistet. Und: Cocculus stellt auch ein hervorragendes Mittel gegen Reiseübelkeit dar.

Kalium phosphoricum

Für Kinder besonders geeignet!
Kalium phosphoricum gehört zu den 12 Mineralsalzen nach Dr. Schüssler. Die Verwendung von Schüßler-Salzen basiert nicht auf dem Ähnlichkeitsprinzip, sondern auf der Regulation des Mineralstoff-Haushaltes. Da Kalium ein ausgesprochenes wichtiges Salz für den Zellstoffwechsel darstellt, führt ein Kaliummangel zu körperlicher Ermüdung und seelischer Niedergeschlagenheit. Es ist das Schüßler-Salz bei Erschöpfungszuständen, bei Nervosität, Depressionen, nervöser Schlaflosigkeit, Melancholie, Unlust zu geistiger Arbeit. Sie erleben sich als unkonzentriert, Ihr Gedächtnis lässt Sie im Stich. Hinzu kommt eine allgemeine Muskelschwäche, die – gerade bei Erwachsenen – mit Rückenschmerzen verbunden ist. Besteht keine klare Ursache für Ihre Erschöpfung, finden Sie kein homöopathisches Mittel, das nach dem Ähnlichkeitsprinzip auf den Einzelfall zugeschnitten ist, so sind Sie mit dieser unspezifischen Therapie eines nerven- und muskelstärkenden Mittels gut beraten.

Zincum metallicum

Zincum metallicum ist das Mittel der Wahl, wenn sich die allgemeine Schwäche nicht durch Verlangsamung, Muskelschwäche, Lähmung o.Ä. äußert, sondern vielmehr in Nervosität, Erregbarkeit und Ängstlichkeit. Dabei kann es zu Zittern vor Schwäche kommen, zu Krämpfen einzelner Muskeln, wie auch zu einer ausgeprägten Unruhe in den Beinen. Es zeigt sich eine solche Übererregbarkeit beispielsweise darin, dass ein Kind im Schlaf zuckt, aufschreckt, dass es mit den Zähnen knirscht oder mit dem Kopf rollt. Die nächtlichen Schlafstörungen können aber auch mit einer Schulangst in Zusammenhang stehen: Tagsüber ist das Kind dann schläfrig und unkonzentriert, nachts kann es nicht einschlafen oder durchschlafen.

China

China (Cinchona succirubra) ist der Chinabaum, mit dessen Rindenextrakt Hahnemann seinen bahnbrechenden Selbstversuch unternahm: Er nahm Chinarinde ein, die damals zur Behandlung des Wechselfiebers eingesetzt wurde, und stellte an sich selbst dem Wechselfieber ähnliche Symptome fest. Die Erkenntnisse des Arzneimittelversuches gelten auch noch heute: China ist ein homöopathisches Aufbaumittel insbesondere nach fieberhaften Erkrankungen. Wenn also die Krankheit nicht richtig ausgeheilt ist, ein Gefühl von Schwäche und Kraftlosigkeit weiterhin besteht, wenn immer noch schwächende Durchfälle auftreten, nächtlicher Schweiß und Appetitverlust. Ebenfalls ist China zur Anwendung geeignet, wenn es, z.B. nach operativen Eingriffen, zu Blutverlusten gekommen ist.

Arnica montana

Jeder kennt Arnika, der Berg-Wohlverleih, als große Wundpflanze, insbesondere für stumpfe Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen, Verrenkungen usw. Dabei muss es nicht zu einem Notfall größeren Ausmaßes kommen, um Arnika einzusetzen: Auch wenn körperliche Erschöpfung und Müdigkeit, Muskel- und Knochenschmerzen nach anstrengenden körperlichen Arbeiten auftreten, kann dieses homöopathische Mittel die Schmerzen nehmen oder lindern. Übrigens: Zur besseren Wundheilung bei Operationen, aber auch Zahnextraktionen hat sich Arnika bestens bewährt. Nehmen Sie hier das Mittel bereits einige Tage vorher ein.

Auch geeignet in der Schwangerschaft:

Haplopappus

Haplopappus baylahuen.  Hat China einen engen Bezug zu fieberhaften Erkrankungen und Arnica zu Wunden, so weist ein niedriger Blutdruck auf Haplopappus hin. Beeinträchtigt ein niedriger Blutdruck Ihr Allgemeinbefinden, führt er zu Erschöpfung, Niedergeschlagenheit und Schwächegefühl, so sollten Sie – neben einer ausreichenden Trinkmenge, Wechselduschen und körperlicher Bewegung – Haplopappus einnehmen. Achtung: Für eine akute Kreislaufschwäche ist das Mittel nicht geeignet.


Aktualisiert (Sonntag, den 07. September 2008 um 16:59 Uhr)

 
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