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Golf

Bewegungsmangel wird als eine der wichtigsten Krankheitsursachen der modernen westlichen Gesellschaft angesehen.

Golf kann hier eine geradezu ideale Abhilfe sein. Durch die regelmäßige Bewegung in freier naturnaher Umgebung sinkt das Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen. Zusätzlich wirken die stark gesteigerte Fettverbrennung und der insgesamt erhöhte Energieumsatz positiv auf einige der nachgewiesenen Risikofaktoren.  Der weiche federnde Rasenuntergrund ist sehr gut geeignet als  Bewegungstherapie für schon geschädigte Gelenke.

Eine Runde über 18 Löcher auf einem Par 72 Golfplatz mit etwa 7.000 m Länge bedeutet in der Realität eine Gehstrecke von etwa 8 bis 9 km, die in ungefähr vier Stunden zurückgelegt wird. Bei mittlerer Spielstärke werden dabei ca. 90-100 Schläge durchgeführt und zusätzlich zumeist ebenso viele Probeschwünge. In einem Flight (Runde mit Spielpartnern) ergeben sich anteilsmäßig Gehzeiten von etwa 35%, weitere 20% entfallen auf Ansprechen des Balles und Schwungdurchführung, die restlichen 45% sind Ruhezeit während Vorbereitung und Schlägen der Partner.

Infolge der relativ kurzzeitigen Kraftaufbringung im Schwung bei gleichzeitig langen Zeitabständen dazwischen wird während keiner Phase der Sportausübung ein Ansteigen des Milchsäurespiegels im Blut beobachtet.

Die Sauerstoffaufnahme steigt während des Spiels auf etwa das Dreifache des Grundumsatzes an. Dadurch ergibt sich bei 4 Stunden Spieldauer für einen 80 kg schweren männlichen Spieler ein Brutto-Energieumsatz von 1000 kcal; ungefähr diesen Energieumsatz erreicht man z. B. auch durch 1 Stunde Dauerlauf. Die Energiebereitstellung erfolgt zum großen Teil durch Verbrennung von freien Fettsäuren. So werden bei einer 18-Loch Runde im Durchschnitt 330 kcal Fett verbrannt.

Insgesamt bleibt beim Golf der Trainingseffekt auf das kardio-pulmonale System allerdings gering, da sich der Spieler in diesem Zeitraum weniger als 15 Minuten in einem trainingsrelevanten Pulsbereich befindet. Diese Angabe trifft natürlich nur auf einen herzgesunden Spieler zu, bei eingeschränkter Herz- oder Lungenleistung kann daraus durchaus auch ein Trainingseffekt resultieren.
Das heißt im Klartext, dass man neben dem Golfsport ,wie dies im Leistungsbereich üblich ist, noch zusätzliches Ausdauertraining betreiben sollte.

Golf kann aber unter ärztlicher Anleitung auch für die Rehabilitation bei Herz-Kreislauferkrankungen ideal eingesetzt werden.

Golftechnik

Beim Golfschwung erfolgt in einem Zeitraum von etwa zwei Sekunden idealerweise eine harmonisch koordinierte Drehbewegung des Rumpfes unter gleichzeitiger Gewichtsverlagerung vom hinteren auf den vorderen Fuß.

Der Stütz- und Bewegungsapparat ist bei der Golfausübung weniger im Sinne einer Kraftbeanspruchung oder Krafteinwirkung belastet. Die wichtigsten Determinanten des erfolgreichen Schlages sind Technik und Präzision. Lediglich die Schnellkraftleistung hat einen Einfluß auf die Schlagweite.

Belastungslimitierend sind häufig Überlastungen im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule, die durch den stereotypen Bewegungsablauf bei nicht entsprechendem Ausgleichstraining auftreten. Insbesondere eine starke Verwindung der Wirbelsäule im „Finish“ kann zu Problemen führen.
Durch fehlerhafte Technik oder Überbeanspruchung ohne entsprechende Vorbereitung, ohne Stretching und Ausgleichstraining kann es aber auch zu Problemen im Schulter- und Schultereckgelenk, im Handgelenk oder im Bereich des Ellenbogens kommen..

Wichtig ist daher, sich vor dem Spiel ordentlich „aufzuwärmen“ und eine richtige harmonische Golfbewegung bei einem Trainer zu erlernen, denn diese ist körperschonend.

http://www.golf.at


 

 
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